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zwei Kälber, ein Reh und 32 Hennen nach Überlingen schickte.
Das "Küchlin" von der Mainau war eine Art Grund-steuer für das in Überlingen stehende Amtshaus der Deutschordenscomturei, welche nur dem Rat der Stadt zugute kam. So war es natürlich nicht verwun-derlich, dass die Bürger dem Rat neidisch ge-genübertraten, während sie sich bescheiden und ruhig verhalten und mit einem Küchlin begnügen mußten.
Als jedoch im Jahre 1573 der Überlinger See zufror und deshalb das schon ausgelaufene Schiff des Überlinger Rates, aufgrund des Eises, die Mainau nicht erreichen konnte, war die Schadenfreude in der Überlinger Bürgerschaft sehr hoch.
1603 ging der Ärger der Bürger sogar soweit, daß sie dem Rat der Stadt, während dieser das „Küchlin" im Hause der Beckenzunft verspeiste, die Fahnen der Herrschaft von den Stangen rissen, abschnitten und entwendeten. Im Jahre 1603 wurde das letzte Küchlin auf der Mainau geholt.
Böse Zungen behaupten, daß dies die Folge des ersten Bürgerentscheids in Überlingen war :-)
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