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Überlinger Küchlinfahrt  01.02.2009 
 

Die Narrenzunft Überlingen steht in dem ehrbaren Ruf, Altüberliefertes ihrer Urväter getreu zu erhalten sowie Bräuche und Traditionen weiterzuführen.

So haben sich im Jahre 2008, im Vorfeld der Fasnet 2009, die Narreneltern in Abstimmung mit dem Narrenrat dazu entschlos-sen, die Tradition der Küchlinfahrt auf die Mainau, nach 406 Jahren, wieder aufleben zu lassen.

Heutzutage wäre es ein leichtes, mit einem Mo-torboot die 15 km lange Fahrt zurückzulegen und die Küchle nach Überlingen zu bringen. Wir wären aber keine echten Seealeman-nen, wenn nicht auch bei uns in der Zunft ein Quäntchen Alenfanz regieren würde. Also wird gerudert!

Im Gegensatz zu früher, sind die 200 Fasnetsküchlin nicht für die Räte der Stadt Überlingen gedacht, sondern werden bei Rückkehr, durch die Narrenräte der Zunft, an den wartenden Narrensamen verteilt.


Die Narrenkappe wird in Überlingen nur von Männern des Narrenrates getragen. Die Ausnahme bilden die bisher gewählten Bürgermeister der Stadt. Als in Überlingen im Jahre 2008, zum ersten Mal, eine Frau als "OBein" gewählt wurde, stand die Narrenzunft vor dem Problem, was auf dem Haupt des neuen Stadtoberhauptes zum Tragen kommt. Eine ausweglose Situation schien sich anzubahnen, bei der die Überlinger Einwohnerschaft schon eifrig Wetten abschlossen. Aber die Lösung war so einfach wie originell. Zusammen mit dem "Küchlin" wurde von der Mainau auch das "Hütlin" geholt, direkt aus dem Hutatelier von Gräfin Diana Bernadotte. Eine Aktion, welche für das Jahr 2008 im Narrenbuch festgehalten wurde.

 

>>> SÜDKURIER-Artikel vom 02.02.2009 und vom 03.02.2009 <<<

Herzlichen Dank an die Schlossschule Spetzgart, für die Bereitstellung des Bootes, an Herr Bonauer und die Freiw. Feuerwehr für den fasnächtlichen Transport und an die Wasserschutzpolizei Überlingen sowie Thomas Held für die hervorragende Zusammenarbeit.

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